Fotografie Einkaufsberatung

Der Markt bietet eine Vielzahl von Apparaten, die geeignet sind Fotos aufzunehmen. Jeder der Geräteklassen hat seine spezifischen Vor- und Nachteile und ich möchte Ihnen hier die wichtigsten vorstellen.

Einen wesentlichen Einfluß auf die Bildqualität der Kamera hat der eingebaute Sensor und das verwendete Objektiv. Insbesonders die Größe des Sensors spielt eine große Rolle. Große Sensoren haben bei gleicher Auflösung eine geringere Pixeldichte (d.h. Anzahl der Bildpunkte pro Flächeneinheit) als kleinere Sensoren. Dadurch ist Ihr Rauschverhalten deutlich günstiger. Darüber hinaus ist es durch die (wegen dem größeren Format) andere Vergrößerung leichter, einzelne Objekte durch die geringere Schärfentiefe freizustellen. In der Porträtfotografie ist dies ein großer Vorteil, bei anderen Motiven kann dies jedoch auch ein Nachteil sein, da hier stärker abgeblendet werden muß, um alles scharf zu bekommen.

Handykameras

Moderne Mobiltelefone bieten in der Regel eine Funktion zur Aufnahme digitaler Fotos. Diese Kameras sind klein, leicht und praktisch immer dabei. Aber die damit erzielbare Bildqualität ist jedoch häufig auf einem äußerst bescheidenen Niveau, so daß nach wie vor vom Erwerb dieser Kameras abzuraten ist.


Aufgenommen mit Nokia N72, 5,6 mm Brennweite, Blende f/2,8, Zeit 1/167s

Kompaktkameras

Kompaktkameras bieten schon eher einen brauchbaren Einstieg in die Fotografie. Der großer Hauptvorteil im Vergleich zu Spiegelreflexkameras ist deren geringes Gewicht und meistens sind sie auch günstiger zu haben.


Aufgenommen mit Canon Powershot A620, 10,8 mm Brennweite, Blende f/4, Zeit 1/400s

Spiegelreflexkameras

Spiegelreflexkameras sind schwer und teuer aber sie bieten Ihnen die größtmögliche Flexibilität und mit den entsprechenden Objektiven meistern Sie jede Aufnahmesituation.


Aufgenommen mit Nikon D90

Auflösung

Die Auflösung einer Kamera gehört mit zu den wichtigsten und auch bekannten Eigenschaften einer Digitalkamera. Sie gibt an, aus wie vielen einzelnen Punkten (Pixeln) das fertige Bild besteht. Grundsätzlich gilt, je mehr desto besser. Aber eine hohe Zahl an Pixeln sagt nicht wirklich etwas über die tatsächlich erreichbare Qualität aus. Denn viele Hersteller erkaufen sich eine hohe Pixelzahl wie oben schon beschrieben mit einem hohen Rauschen des Sensors. Auch nützt Ihnen die beste Auflösung des Sensors nichts, wenn die verwendeten Objektive gar nicht in der Lage sind, dies auszunutzen.

Oft stellt sich die Frage, wieviel Auflösung eigentlich benötigt wird. Hierzu muß untersucht werden, wie die Bildern letztendlich präsentiert werden sollen und welche Qualitätsansprüche Sie haben.

Puristen werden nun sagen, daß 1 043 334 Pixel genügen. Warum? Beim Betrachten eines Bildes wird mindestens ein Betrachtungsabstand gewählt, bei dem das ganze Bild gesehen werden kann. Das menschliche Auge kann dabei 1500 Punkte in der Diagonalen auflösen. Das ergibt bei einem Seitenverhältnis von 3:2 mindestens 1251 * 824 Punkte. Das Problem hierbei ist, daß nicht jeder diesen großen Betrachtungsabstand einhalten kann oder will. Ich persönlich würde daher eher als Richtschnur nehmen, beim Druck eine Auflösung von ca 200 dpi (dots per inch = Punkte pro Zoll) zu erreichen. Für einen DIN A4 Ausdruck wären dann ca. 4 MP erforderlich. Für besonders hochwertige Drucke können Sie auch mit 300 dpi rechnen. Dann wären für ein DIN A4 Bild schon ca. 8,6 MP erforderlich. Es ist allerdings fraglich, ob Sie einen Dienstleister finden, der Ihnen diese Qualität abliefern kann. Gute Ergebnisse sollten Sie auch schon mit nur 100 dpi erzielen können. Bei einer Kamera mit 12 MP können Sie damit schon ca. 105 cm * 70 cm gut belichten lassen.

Des weiteren gilt es zu beachten, daß das menschliche Auge auch keine beliebig hohe Auflösung wahrnehmen kann. Es kann an seiner schärfsten Stelle in der Mitte des Blickfeldes nur 0,3 Bogenminuten auflösen. Das entspricht bei einem Betrachtungsabstand von nur 10 Zentimeter einer Auflösung von etwa 300 dpi. Näher herangehen wird keiner, da dann schon die Naheinstellgrenze des Auge erreicht ist. Realistisch ist schon eher ein Betrachtungsabstand von mindestens 20 - 30 cm. Dies entspricht einer Auflösung von ca. 100 bis 200 dpi. Wenn Sie also keine Fotos für den T-1000 oder andere machen wollen, beschränken Sie sich darauf, was der Mensch sehen kann.

Darüber hinaus ist eine höhere Auflösung sinnvoll um Reserven beim Beschneiden der Bilder zu haben. Eine Auflösung von 10 - 15 MP ist bei einer DSLR daher nicht zuviel. Für Kompaktkameras empfehle ich Auflösungen zwischen 5 und 8 MP. Mehr wird für gewöhnlich vom erhöhten Rauschen „aufgefressen“.

Eine höhere Auflösung empfehle ich nur, wenn Sie das unbedingt brauchen. Bedenken Sie: Sie brauchen dann nicht nur einen entsprechenden Sensor, auch die Objektive müssen passen und die zu bearbeitenden Daten werden auch entsprechend größer, so daß Sie auch mehr Computerleistung benötigen.

Sonstige Eigenschaften

Neben der Sensorgröße und der Auflösung haben die Kameras noch andere unterschiedliche Eigenschaften, die es zu betrachten gilt. Nachfolgend erläutere ich die wichtigsten.

Eigenschaft

Beschreibung

Optischer Sucher

Ein optischer Sucher erlaubt die Beurteilung des realen Bildes. Es besteht also nicht die Gefahr, daß das Bild durch die Elektronik verfälscht wird. Darüber hinaus wird auch kein Strom benötigt.

Beachten Sie: Die optischen Sucher unterscheiden sich teilweise erheblich auch sind nicht alle Sucher für Brillenträger gleichermaßen geeignet. Nehmen Sie daher vor dem Kauf die gewünschte Kamera ausführlich in Augenschein und prüfen Sie, ob der Sucher Ihren Anforderungen entspricht.

Live View

Live View zeigt das aktuelle Sucherbild auf der Anzeige. Dies ist praktisch, wenn durch die Aufnahmesituation ein Blick durch den Sucher nicht oder nur schwer möglich ist. Außerdem haben Sie beim Live View in der Regel einen 100% Blick. Die optischen Sucher einfacherer Spiegelreflexkameras bieten dies nicht immer.

Geraten Sie aber nicht in Versuchung, das Display als Sucherersatz zu verwenden. Sie müßten die Kamera einige Zentimeter vor Ihrem Auge halten. Bei schweren DSLRs ist es dann aber schwieriger die Kamera ruhig zu halten.

Video

Moderne Digitalkameras können auch Videos aufzeichnen. Über den Sinn und Unsinn kann man/frau sich streiten. Wenn Sie jedoch sowieso eine Kamera mit Live View haben wollen, sollte Sie eine eventuell vorhanden Videofunktionalität nicht stören, da die notwendige Hardware eh schon vorhanden ist.

Klappbildschirm

Ein Klappbildschirm kann die Betrachtung des Live Views noch einmal vereinfachen. Durch die zusätzliche Mechanik wird die Kamera aber empfindlicher bei Stößen und auch schwerer.

Farbtiefe

Die Farbtiefe sagt aus, mit welcher Granularität die Kamera jeden der drei Farbkanäle auflösen kann. Auch wenn Ihr Monitor und Ihr Drucker nur eine Farbiefe von 8 Bit pro Kanal unterstützt, haben Sie bei einer größeren Farbtiefe mehr Bearbeitungsspielraum um z.B. fehlbelichtete Bilder zu korrigieren.

Empfindlichkeit

Die Empfindlichkeit eines Sensors, besagt wieviel bzw. wenig Licht der Sensor benötigt, um ein Foto zu machen. Je größer der Empfindlichkeitsbereich ist, desto mehr Freiraum haben Sie bei der Wahl der Aufnahmeparameter. Nikonkameras bieten neben dem normalen Empfindlichkeitsbereich noch einen erweiterten Bereich für Notfälle, der i.d.R. mit erheblichen Qualitätsverlusten verbunden ist.

AF Sensoren

Je mehr AF Sensoren die Kamera hat, desto besser funktioniert der Autofokus bei dynamischen Szenen. Bei überwiegend statischen Szenen spielt die Anzahl der AF Sensoren nur eine geringe Rolle.

Darüber hinaus gibt es noch die Unterscheidung zwischen Kreuz- und Liniensensoren. Kreuzsensoren können sowohl horizontale als auch vertikale Linien erkennen. Liniensensoren können Linien nur in einer Richtung erkennen.

AF Motor

Nicht alle Kameras haben einen integrierten AF Motor. Der Vorteil eines eingebauten Motors ist, daß die Kamera auch Objektive ohne Motor benutzen kann. Diese sind für gewöhnlich preiswerter und können auch gebraucht günstig erworben werden. Darüber hinaus sind Objektive ohne Motor langlebiger. Bei schweren Teleobjektiven ist jedoch ein eingebauter Motor von Vorteil da dieser besser auf die zu bewegenden Linsen abgestimmt werden kann.

Belichtungsreihe

Bei schwierigen, kontrastreichen Szenen tut sich machmal der Belichtungsmesser schwer die richtige Belichtung zu finden. Sie können dann zwar mit Hilfe der Spotmessung den bildwichtigen Punkt auswählen, wenn Sie jedoch selbst nicht sicher sind, können Sie mit Hilfe der Belichtungsreihe mehrere unterschiedlich belichtete Bilder machen und später das beste heraussuchen oder aus allen Bildern mit Hilfe einer speziellen Software ein schönes Bild errechnen lassen. Manche Kameras bieten nun die Möglichkeit, automatisch mehrere Bilder mit unterschiedlichen Belichtungen anzufertigen.

Vibrationsreduktion

Kameras mit Vibrationsreduktion können mit jedem Objektiv die gefürchtete Bewegungsunschärfe durch eine zu lange Belichtungszeit minimieren. Wenn die Reduktion jedoch im Objektiv eingebaut ist, kann diese besser auf das Objektiv abgestimmt werden. Außerdem wird hier auch das Sucherbild verbessert. Der weitere Vorteil ist, daß Sie selbst entscheiden können, welche Objektive Sie mit der Reduktion einsetzen wollen oder nicht. Ich persönlich verzichte lieber darauf, da es nur eine Komponente ist, die kaputt gehen kann und der Einsatz eines Stativs das selbe bewirkt.

Abgedichtete Gehäuse

(Semi)profikameras verfügen für gewöhnlich über abgedichtete, stabile Gehäuse, die auch widrige Umweltbedingungen überstehen können. Dafür sind diese Kameras auch schwerer und die sogenannten Consumerkameras gehen auch nicht beim ersten Regentropfen kaputt.

Batteriegriff

Batteriegriffe erlauben für gewöhnlich den Einsatz eines zweiten Akkus und haben auch einen Hochformatauslöser, so daß Sie sich weniger verrenken müssen, wenn Sie mal ein Hochformatbild machen wollen. Sie müssen selbst entscheiden, ob Sie das zusätzliche Gewicht tragen wollen.

Integrierter Blitz

Viele DSLRs haben einen kleinen eingebauten Blitz. Er mag zwar im professionellen Studio nicht zu gebrauchen sein und gegen einen guten Aufsteckblitz kann er ebenfalls nicht ankommen. Doch als Aufhellblitz oder, wenn kein Aufsteckblitz verfügbar ist, kann er schon sehr nützlich sein.

Drahtlose Blitzsteuerung

Manche Kameras haben die Möglichkeit, mit dem eingebautem Blitz oder mit einer optionalen Steuereinheit Blitzgeräte, die nicht direkt an der Kamera angeschlossen sind, zu steuern. Hierdurch sind Sie wesentlich flexibler bei der Positionierung des Blitzgerätes.

Direktwahlschalter

Bei der Unzahl an Kameraoptionen kann ein Kameramenü schon sehr umständlich und unübersichtlich werden. Jeder zusätzliche Schalter vereinfacht dadurch die Bedienung der Kamera. Auch sieht man schneller, welcher Wert gerade eingestellt ist. Nehmen Sie daher vor dem Kauf die gewünschte Kamera ausführlich in Augenschein und prüfen Sie, ob Sie jeden für Sie wichtigen Parameter schnell genug überprüfen und einstellen können.

Das Nikonprogramm

Die Tatsache, daß sich hier ein Überblick über das aktuelle DSLR-Programm von Nikon befindet, heißt nicht, daß Sie sich eine Kamera von Nikon kaufen sollen. Das heißt nur, daß ich mich selber damit am besten auskenne.

APS-C(DX) Kameras ohne AF-Motor APS-C(DX) Kameras mit AF-Motor Kleinbild(FX) Kameras
Eigenschaft D3000 D3100 D3200 D3300 D5000 D5100 D5200 D5300 D90 D7000 D7100 D300 D300s D600/D610 Df D700 D800(E) D3 D3s D3X D4
Optischer Sucher Ja
Live View Nein Ja
Video Nein Ja Nein Ja Nein Ja Nein Ja Nein Ja
Klappbildschirm Nein Ja Nein
Farbtiefe pro Kanal 12 Bit 14 Bit 12 Bit 14 Bit
Sensorformat 23,6 mm * 15,8 mm 36 mm * 24 mm
Auflösung 10,2 MP 14,2 MP 24,2 MP 12,3 MP 16,2 MP 24,1 MP 12,3 MP 16,2 MP 24,1 MP 13,1 MP 24,3 MP 16,2 MP 12,1 MP 36,3 MP 12,1 MP 24,5 MP 16,2 MP
Lichtempfindlichkeit (Erweitert) 100-1600 (100-3200) 100-3200 (100-12 800) 100-6400 (100-12 800) 100-12 800 (100-25 600) 100-3200 (100-6400) 100-6400 (100-25 600) 200-3200 (100-6400) 100-6400 (100-25 600) 200-3200 (100-6400) 100-6400 (100-25 600) 100-12 800 (50-204 800) 200-6400 (100-25 600) 100-6400 (50-25 600) 200-6400 (100-25 600) 200-12 800 (100-102 400) 100-1600 (50-6400) 100-12 800 (50-204 800)
AF Sensoren (davon Kreuz) 11 (1) 39 (9) 11 (1) 39 (9) 51 (15) 39 (9) 51 (15)
AF Motor Nein Ja
Belichtungsreihe Nein Ja
Vibrationsreduktion Nein
Abgedichtetes Gehäuse Nein Teilweise Ja Teilweise Ja
Gewicht 550g 510g 505g 460g 620g 560g 555g 530g 620g 780g 765g 925g 850g 765g 1055g 1000g 1400g 1340g
Batteriegriff Nein Optional Nein Optional Ja
Integriertes Blitzgerät Ja Nein Ja Nein
Drahtlose Blitzsteuerung Optional Ja Optional Ja Optional

Wenn Sie lieber mit einer Kamera von Canon, Sony oder andere arbeiten wollen, schauen Sie selbst auf die Produktseiten der jeweiligen Hersteller.

Die Bezeichnung der verschiedenen Objektive von Nikon gibt in die Information über die Ausstattung des jeweiligen Objektivs. Dabei werden unter anderen folgende Kürzel verwendet:

Kürzel

Beschreibung

AF

Autofokus. Kameras ohne Motor können das Objektiv nur ohne Autofokus betreiben.

AF-S

Autofokus mit eingebautem Motor. An manchen AF Kameras wie z.B. die F501 kann es nur ohne Autofokus betrieben werden.

D

Objektiv überträgt die Entfernungseinstellung an die Kamera.

G

Wie D zusätzlich kann die Blende nur von der Kamera eingestellt werden, weil der Blendenring fehlt. Das Objektiv kann an älteren Kameras wie z.B. F501 oder FM gar nicht verwendet werden. Andere wiederum wie z.B. die F90 können es nur mit Programm- oder Blendenautomatik betreiben.

VR

Das Objektiv ist mit einer Vibrationsreduktion ausgestattet.

IF

Das Objektiv ist mit einer Innenfokusierung ausgestattet. D.h. es verändert bei der Fokusierung seine Baulänge nicht. Dafür wird aber oft mehr oder weniger stark die Brennweite geändert.

ED

Das Objektiv ist mit einer oder mehreren Speziallinsen ausgestattet, um Bildfehler zu minimieren.

DX

Das Objektiv ist für den kleineren APS-Sensor gerechnet. An Kleinbildkameras ist es nur eingeschränkt nutzbar, da es zu sehr starker Vignettierung neigt.

Weitere Informationen zum Nikon Bajonett finden Sie bei Wikipedia.

Zubehör

Für eine Kamera benötigen Sie noch verschiedenes Zubehör. Ich erkläre Ihnen hier die wichtigsten und wozu Sie sie brauchen.

Objektive

Objektive sind die wichtigsten Zubehörteile überhaupt. Ohne sie kann keine Kamera auch nur ein Foto aufnehmen. Daher ist häufig beim Kauf einer Kamera schon mindestens ein Objektiv im Angebot enthalten. Bei Kompaktkameras ist dieses sogar häufig fest mit der Kamera verbunden und kann nicht gewechselt werden. Mit dem Objektiv legen Sie die Brennweite, den Fokus und die Blende fest. Auch dann, wenn sich die entsprechenden Bedienelemente an der Kamera befinden.

Der Markt kennt eine Vielzahl unterschiedlicher Objektivtypen, die wichtigsten sind:

Art

Beschreibung

Normalobjektiv

Normalobjektive entsprechen in Ihrer Brennweite der Diagonale des Aufnahmemediums. Bei Kleinbildkameras ist dies in etwa 43 mm. Bei APS Kameras ist dies in etwa 30 mm.

Weitwinkelobjektiv

Weitwinkelobjektive haben eine kürzere Brennweite als die Diagonale des Aufnahmemediums. Dadurch bekommen Sie mehr auf das Bild.

Teleobjektiv

Teleobjektive haben eine längere Brennweite als die Diagonale des Aufnahmemediums. Dadurch können Sie entfernte Objekte näher heranholen.

Festbrennweite

Bei Objektive mit fester Brennweite kann diese nicht geändert werden.

Zoomobjektive

Bei Zoomobjektiven kann die Brennweite geändert werden. Meistens haben Zoomobjektive eine geringere Lichtstärke (das heißt die maximale Blende ist kleiner) als Festbrennweiten. Auch ist die Abbildungsqualität häufig etwas schlechter. Mittlerweile sind die Objektivhersteller allerdings in der Lage schon sehr gute Zoomobjektive zu bauen. Achten Sie aber darauf, daß der Brennweitenfaktor zwischen der kürzesten und längsten Brennweite nicht zu groß ist, da mit zunehmenden Faktor die Abbildungsqualität deutlich abnehmen kann. Prüfen Sie selbst, ob Ihnen die jeweilige Flexibilität wichtiger ist als die zu erwartende Abbildungsqualität.

Makroobjektive

Während die meisten Objektive darauf optimiert sind, in der Unendlichstellung des Fokus die beste Abbildungsqualität zu erzielen ist bei Makrobjektiven die beste Abbildungsqualität in der kürzesten Entfernungseinstellung erzielbar. Außerdem können Sie mit diesen Objektive sehr nah herangehen um einen Abbildungsmasstab von 1:2 oder noch besser zu erzielen.

Fisheye

Die meisten Objektive sind so gerechnet, daß gerade Linien auch möglichst gerade abgebildet werden. Bei Fisheyeobjektiven sollen hingegen jeder Winkel möglichst korrekt abgebildet werden. Dadurch erreichen Sie mit den Fisheyes Bildwinkel von 180° und mehr. Es gibt Fisheyes, die 180° Bildwinkelt in der Diagonalen des Aufnahmemediums erreichen. Diese nehmen auf die ganze Aufnahmefläche auf. Andere Fisheyes erreichen die 180° Bildwinkel in der Höhe des Aufnahmemediums. Diese nehmen dann in der Regel nur ein Kreisförmiges Bild auf.

Vorsatzlinsen

Vorsatzlinsen verwenden Sie, um die Bilder schon bei der Aufnahme beeinflussen zu können. Durch den Einsatz digitaler Aufnahmemedien ist die Notwendigkeit Vorsatzlinsen zu verwenden zwar geringer geworden, dennoch gibt es einige Linsen, die nach wie vor unverzichtbar sind. Ich stelle Ihnen hier die wichtigsten vor:

Linse

Beschreibung

Nahlinse

Eine Nahlinse verkürzt die Naheinstellgrenze Ihres Objektivs. Die Wirkung der Linse wird wie bei einer Brille in Dioptrin gemessen. Durch den Einsatz von Nahlinsen können Sie den Abbildungsmasstab des Objektivs vergrößern. Wenn Sie nur gelegentlich Nahaufnahmen machen wollen, stellen Sie einen guten Kompromiß im Vergleich zu den wesentlich teureren Makroobjektiven dar.

Polfilter

Prolfilter werden eingesetzt um Spiegelungen an nicht metallischen Oberflächen wie z.B. Wasser zu minimieren. Aber auch die Farbsättigung bei Landschaftsaufnahmen kann durch den Einsatz des Polfilters verbessert werden. Achten Sie beim Kauf des Polfilters, daß dieser mit Ihrer Kamera kompatibel ist. Es gibt lineare und zirkulare Polfilter. Die meisten moderen Kameras wollen einen zirkularen Polfilter.

Graufilter

Graufilter erlauben die Einstellungen längerer Belichtungszeiten und/oder größerer Blenden bei hellem Sonnenschein. Sie sind unverzichtbar, wenn Sie z.B. die Sonne mit einer langen Telebrennweite fotografieren wollen.

Verlaufsfilter

Verlaufsfilter ändern Ihre Farbe von einer Seite zur anderen. Meistens werden Grauverlaufsfilter eingesetzt, um den Himmel etwas dunkler darzustellen. Es gibt sie aber auch in anderen Farben.

UV-Filter
Skylightfilter

UV-Filter und Skylightfilter sollen die gerade eben nicht oder nur kaum sichtbare Farben des Sonnenlichts herausfiltern. Ihre Wirkung ist für gewöhnlich sehr gering sie werden daher auch gerne als Schutzfilter eingesetzt. Auf der anderen Seite muß man bedenken, daß jede zusätzliche Glasschicht die Gefahr von Abbildungsfehlern vergrößert. Mir persönlich ist noch nie die Frontlinse eines Objektivs kaputt gegangen, daher verzichte ich mittlerweile auf den Einsatz solcher Linsen.

Blitzgeräte

Ein Blitzgerät benötigen Sie dann, wenn Sie die Belichtungsparameter nicht so einstellen können oder wollen, daß Sie ein unverwackeltes Bild erhalten und Sie auch kein Stativ benutzen können oder wollen. Wichtigste Kennzahl eines Blitzgerätes ist die Leitzahl. Sie ist eine Masszahl über die Stärke des Lichtes, das vom Blitz ausgeht. Zum Vergleichen der Blitzgeräte, müssen Sie aber darauf achten, daß die Leitzahl des Blitzgerätes auch von der Stellung eines eventuell vorhanden Zoomreflektors und der Emfindlichkeit des Films/Sensors abhängt. Nicht alle Blitzgerätehersteller geben die Leitzahl unter gleichen Bedingungen an.

Eine sinnvolle Ergänzung zum Blitzgerät ist auch eine sogenannte Bounce Card. Damit können Sie die Abstrahlfläche des Blitzgerätes vergrößern und so die Schattenbildung minimieren, wenn sie nicht gegen eine Wand oder Decke blitzen wollen.

Achten Sie beim Kauf des Blitzgerätes, daß es kompatibel mit Ihrer Kamera ist und insbesonders die Blitzbelichtungsmessung funktioniert. Siehe auch Blitzlicht.

Stativ

Ein Stativ benötigen Sie dann, wenn Sie eine lange Belichtungszeit einstellen wollen oder müssen. Aber auch dann, wenn Sie mehrere Bilder mit dem exakt gleichen Auschnitt hintereinander machen wollen, benötigen Sie ein Stativ. Eine sinnvolle Ergänzung ist auch ein Fernauslöser für Ihre Kamera, um so die Kamera auslösen zu können ohne sich der Gefahr auszusetzen, die Kamera eine kleines bischen zu bewegen.

Achten Sie beim Kauf darauf, daß die Tragfähigkeit des Stativs ausreichend ist, Ihre Kamera mit samt dem Objektiv und erforderlichen Zubehör zu tragen. Da die Stativhersteller gerne keine Sicherheit einrechnen, sollten Sie dieses tun und deshalb sich nur für Stative entscheiden, deren Tragfähigkeit für das doppelte Gewicht Ihrer Kamera inkl. Zubehör ausreicht.


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